Bild des Elementes mit der Inventarnummer ZZ-0081
Freier Zugang – Rechte vorbehalten
Kornelia Bruhn, geboren 1955, erzählt von ihrer Flucht aus der DDR mit ihren beiden Töchtern Jacqueline und S., damals 13 und sechs Jahre alt. Seit 1986 versuchte das Ehepaar Kornelia und Harry-Günter Bruhn ein Haus bei Perleberg zu bauen, was ständig von den Behörden der DDR abgelehnt wurde. Die Ablehnung irritiert das Ehepaar über die Jahre und schränkte sie in ihrer Lebensgestaltung ein. Im Oktober 1989 besuchte der Familienvater Harry-Günter Bruhn seine Großmutter in West-Berlin und blieb dort. Der Druck, der durch diese Umstände und die ständige Kontrolle und Schikane der Stasi entstand, führte letztendlich zu deren endgültiger Entscheidung, die DDR zu verlassen.

Kornelia Bruhn beschreibt die Flucht, die sie und ihre Kinder am 5. November 1989 unternahmen. Ihr Mann ermutigt sie, ebenfalls zu fliehen. Die Reise war von Angst und Unsicherheit geprägt, da sie nicht wussten, ob sie die Grenze nach Tschechien überqueren könnten. An der Grenze erlebten sie eine Mischung aus Panik und Hoffnung, als sie schließlich in Tschechien gelangten und die Möglichkeit hatten, in die Bundesrepublik Deutschland zu reisen.

Nach der Ankunft in Westdeutschland wurden sie in das Notaufnahmelager in Gießen untergebracht, wo sie mit anderen Geflüchteten zusammenkamen. Am 9. November werden sie nach West-Berlin ausgeflogen, wo Harry-Günter Bruhn auf sie wartet. Kornelia Bruhn schildert die Herausforderungen der Integration in die neue Gesellschaft, die mit vielen bürokratischen Hürden verbunden war. Die Familie musste sich an ein neues Leben gewöhnen, während sie gleichzeitig mit den Erinnerungen an ihre Flucht und die damit verbundenen Ängste umgingen. Die ersten Monate waren geprägt von Unsicherheit, aber auch von der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Im Laufe der Zeit gelang es Kornelia Bruhn und ihrer Familie, sich in West-Berlin einzuleben. Sie fanden Arbeit und eine Wohnung in Spandau, was für sie ein wichtiger Schritt zur Stabilität war. Kornelia Bruhn reflektiert über die Unterschiede zwischen dem Leben in der DDR und der BRD, insbesondere in Bezug auf die Freiheit und die Möglichkeiten, die sie nun hatten. Dennoch bleibt ein Gefühl der Traurigkeit über die verlorene Heimat und die Herausforderungen, die sie während ihrer Flucht und der Integration bewältigen mussten.

Abschließend betont Kornelia Bruhn die Wichtigkeit, die Geschichte ihrer Flucht und die Erfahrungen, die sie gemacht hat, zu bewahren. Sie möchte, dass ihre Kinder und zukünftige Generationen verstehen, was es bedeutet hat, aus der DDR zu fliehen und in einem neuen Land zu leben. Trotz aller Schwierigkeiten und der Herausforderungen, die sie erlebt hat, ist sie dankbar für die Freiheit, die sie nun genießen kann.

Zum Zeitpunkt des Interviews lebt Familie Bruhn in Berlin.

[Dieser Text wurde mit Hilfe von KI generiert und redaktionell bearbeitet.]

Wenn Sie dieses Interview sichten möchten, füllen Sie bitte unser Nutzungsformular aus: https://www.stiftung-berliner-mauer.de/de/form/interviewrecherche
Karte