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ZZ-0903
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Wladimir W. wurde 1947 in der russischen Stadt Tschussowoi geboren. Als Russlanddeutscher beschreibt er das Gefühl, sich zwischen der Assimilation in Russland oder dem Erhalt der deutschen Identität durch ein Leben in Deutschland entscheiden zu müssen. Er berichtet auch von den dramatischen Folgen die vor allem der Zweite Weltkrieg für seine, im Wolgagebiet ansässige deutsche Familie mit sich brachte.

Wladimir W. bezeichnet die wirtschaftlichen Bedingungen in Russland in den frühen 1990er Jahren als sehr schlecht. Die Transformationszeit zeichnete sich durch eine massive Arbeitslosigkeit und eine unsichere Zukunft für viele Menschen aus und bekräftige Wladimir W. Entschluss auszusiedeln.

Er kam 1996 als Spätaussiedler nach Berlin und verbrachte einige Tage in der Zentralen Aufnahmestelle des Landes Berlin für Aussiedler in Marienfelde. Er schildert, wie er als Erdingenieur und Abteilungsleiter in Russland eine angesehene Position hatte, aber nach der Auswanderung nach Deutschland seinen sozialen Status verlor. Diese Veränderung war für ihn und seine Familie emotional sehr belastend. Trotz dieser Schwierigkeiten wurde sein Abschluss anerkannt, sodass er 1999 eine Anstellung als Messtechniker fand.

Wladimir W. reflektiert über die Herausforderungen und seinen Alltag als Spätaussiedler. Während er einen Freundeskreis aus Russlanddeutschen pflegt, haben seine Kinder vorwiegend deutsche Freunde.

Trotz der Herausforderungen und der emotionalen Belastungen bereut er seine Entscheidung, nach Deutschland zu ziehen, nicht. Er beschreibt Russland als seine Heimat, wo er 49 Jahre lebte und viele prägende Erfahrungen sammelte. Dennoch hat er eine starke Bindung zu Deutschland entwickelt und fühlt sich dort mittlerweile zu Hause.

Zum Zeitpunkt des Interviews lebt Wladimir W. in Berlin.

[Dieser Text wurde mit Hilfe von KI generiert und redaktionell bearbeitet.]

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