Bild des Elementes mit der Inventarnummer ZZ-0698
Freier Zugang – Rechte vorbehalten
Regina Paulikat, geboren 1947, beschreibt ihre behütete Kindheit in Sachsen und die dramatischen Veränderungen, die sie erlebte, als ihr Vater 1954 aus politischen Gründen inhaftiert wurde. Sie ist im Alter von sechs bis neun Jahren ohne ihn aufgewachsen, was zu einem tiefen Trauma führte. Nach seiner Freilassung 1957 beschließt die Familie, nach West-Berlin zu fliehen, um der drohenden Gefahr einer erneuten Verhaftung zu entkommen.

Die Flucht der Familie Paulikat verlief getrennt, da ihr Vater mit dem älteren Bruder frühmorgens abreiste, während die Mutter mit ihr und dem jüngeren Bruder einige Stunden später folgte. Regina Paulikat war sich der Flucht nicht bewusst und dachte, sie würden Verwandte besuchen. Ihre geliebte Oma sowie eine ältere Schwester blieben zurück. Die Ankunft am Bahnhof Zoo war für Regina Paulikat ein Schock, als sie erfuhr, dass die Familie nicht mehr nach Hause zurückkehren würde. Nach der Ankunft in West-Berlin wurden die Familie in das Notaufnahmelager Marienfelde gebracht, wo sie in einem Sechsbettzimmer untergebracht waren.

Die Erinnerungen an die Zeit im Notaufnahmelager Marienfelde sind geprägt von Angst und Unsicherheit. Regina Paulikat schildert, wie sie und ihre Geschwister im Notaufnahmelager lebten, wo sie oft allein gelassen wurden, während ihre Eltern mit bürokratischen Hürden kämpften. Die Kinder durften das Lager nicht verlassen, was zu einem Gefühl der Isolation führte. Die Schilderungen der Lagerbedingungen und der ständigen Angst, dass ihre Eltern oder sie selbst in Gefahr sein könnten, verdeutlichen die psychischen Belastungen, die sie erlebten.

Regina Paulikat reflektiert über die Auswirkungen der Flucht und des Lagerlebens auf ihre Familie. Während ihr älterer Bruder eine rebellische Phase durchlief, fühlte sie sich von ihrem Vater nach seiner Haftzeit entfremdet. Diese Veränderungen führten zu Spannungen und Konflikten innerhalb der Familie, insbesondere zwischen ihr und ihrem Vater. Sie beschreibt, wie sie sich in ihrer Kindheit oft allein fühlte und keine emotionale Unterstützung erhielt, was zu einem tiefen Gefühl der Einsamkeit führte.

Abschließend betont Regina Paulikat die Bedeutung von Freundschaften und emotionaler Unterstützung in ihrem Leben. Trotz der Schwierigkeiten, die sie in ihrer Kindheit erlebte, fand sie schließlich einen Weg, ihre Vergangenheit zu akzeptieren und zu verarbeiten. Sie hebt hervor, dass die Erfahrungen im Notaufnahmelager und die Herausforderungen, die sie als Kind durchlebte, sie zu der Person gemacht haben, die sie ist.

Zum Zeitpunkt des Interviews lebt Regina Paulikat in Berlin.

[Dieser Text wurde mit Hilfe von KI generiert und redaktionell bearbeitet.]

Wenn Sie dieses Interview sichten möchten, füllen Sie bitte unser Nutzungsformular aus: https://www.stiftung-berliner-mauer.de/de/form/interviewrecherche
Karte