Sammlung
Datierung
Inventarnummer
ZZ-0877
Sprache
Dieter von Wichmann, geboren 1938, wuchs in Ost-Berlin auf. Im Jahr 1963 wurde er wegen versuchter Flucht inhaftiert und im Mai 1965 durch die Bundesrepublik Deutschland freigekauft. Während des Notaufnahmeverfahrens musste er durch Sichtungsstellen, bei denen er von den Alliierten befragt wurde. Diese Befragungen waren notwendig, um seine Integrität zu überprüfen und ihm die offizielle Genehmigung für den Zuzug zu erteilen.
Während der Sichtungsstelle erlebte Dieter von Wichmann eine intensive Befragung durch den Bundesnachrichtendienst (BND), der ihm unterstellte, einen Auftrag zur Entführung einer Bekannten zu haben. Diese Bekannte war in seine Fluchtvorbereitungen involviert und wurde vom Staatssicherheitsdienst der DDR gesucht. Dieter von Wichmann fühlte sich durch diese Vorwürfe massiv unter Druck gesetzt und überlegte, ob er besser zurück in die DDR gehen sollte. Diese Situation war für ihn äußerst belastend und führte zu einer tiefen Verunsicherung.
Dieter von Wichmann schildert seine Fluchtversuche aus der DDR, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wurden, darunter die politischen Umstände und persönliche Beziehungen. Er hatte mehrfach versucht, die Grenze zu überqueren, unter anderem durch Bestechung eines Grenzbeamten, was jedoch scheiterte. Schließlich stellte er Kontakt zu einer Fluchthelferorganisation her, die ihm half, einen Fluchtplan zu entwickeln. Doch als der Tag der Flucht kam, wurde er stattdessen vom Staatssicherheitsdienst verhaftet und in Hohenschönhausen inhaftiert.
Nach viereinhalb Monaten Haft wurde Dieter von Wichmann zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, die er in Rummelsburg verbüßte. Während dieser Zeit hatte er Kontakt zu seiner alten Dienststelle, die für seine vorzeitige Entlassung eintrat. Im Mai 1965 wurde er schließlich freigekauft und kam in ein Notaufnahmelager in Westdeutschland. Dort erhielt er Unterstützung und fand schnell eine Arbeitsstelle als Filmvorführer, was ihm half, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden und ein neues Leben im Westen aufzubauen.
Dieter von Wichmann reflektiert über seine Erfahrungen im Westen und die Herausforderungen, die er als ehemaliger politischer Häftling hatte. Er stellte fest, dass viele Menschen in Westdeutschland wenig Verständnis für die Situation von Geflüchteten hatten. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten fand er schließlich seinen Platz in der Gesellschaft und konnte seine berufliche Laufbahn erfolgreich fortsetzen. In späteren Jahren engagiert er sich, um die Geschichte der politischen Häftlinge aufzuarbeiten und das Bewusstsein für die Vergangenheit zu schärfen.
Zum Zeitpunkt des Interviews lebt Dieter von Wichmann in Berlin.
[Dieser Text wurde mit Hilfe von KI generiert und redaktionell bearbeitet.]
Wenn Sie dieses Interview sichten möchten, füllen Sie bitte unser Nutzungsformular aus: https://www.stiftung-berliner-mauer.de/de/form/interviewrecherche
Während der Sichtungsstelle erlebte Dieter von Wichmann eine intensive Befragung durch den Bundesnachrichtendienst (BND), der ihm unterstellte, einen Auftrag zur Entführung einer Bekannten zu haben. Diese Bekannte war in seine Fluchtvorbereitungen involviert und wurde vom Staatssicherheitsdienst der DDR gesucht. Dieter von Wichmann fühlte sich durch diese Vorwürfe massiv unter Druck gesetzt und überlegte, ob er besser zurück in die DDR gehen sollte. Diese Situation war für ihn äußerst belastend und führte zu einer tiefen Verunsicherung.
Dieter von Wichmann schildert seine Fluchtversuche aus der DDR, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wurden, darunter die politischen Umstände und persönliche Beziehungen. Er hatte mehrfach versucht, die Grenze zu überqueren, unter anderem durch Bestechung eines Grenzbeamten, was jedoch scheiterte. Schließlich stellte er Kontakt zu einer Fluchthelferorganisation her, die ihm half, einen Fluchtplan zu entwickeln. Doch als der Tag der Flucht kam, wurde er stattdessen vom Staatssicherheitsdienst verhaftet und in Hohenschönhausen inhaftiert.
Nach viereinhalb Monaten Haft wurde Dieter von Wichmann zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, die er in Rummelsburg verbüßte. Während dieser Zeit hatte er Kontakt zu seiner alten Dienststelle, die für seine vorzeitige Entlassung eintrat. Im Mai 1965 wurde er schließlich freigekauft und kam in ein Notaufnahmelager in Westdeutschland. Dort erhielt er Unterstützung und fand schnell eine Arbeitsstelle als Filmvorführer, was ihm half, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden und ein neues Leben im Westen aufzubauen.
Dieter von Wichmann reflektiert über seine Erfahrungen im Westen und die Herausforderungen, die er als ehemaliger politischer Häftling hatte. Er stellte fest, dass viele Menschen in Westdeutschland wenig Verständnis für die Situation von Geflüchteten hatten. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten fand er schließlich seinen Platz in der Gesellschaft und konnte seine berufliche Laufbahn erfolgreich fortsetzen. In späteren Jahren engagiert er sich, um die Geschichte der politischen Häftlinge aufzuarbeiten und das Bewusstsein für die Vergangenheit zu schärfen.
Zum Zeitpunkt des Interviews lebt Dieter von Wichmann in Berlin.
[Dieser Text wurde mit Hilfe von KI generiert und redaktionell bearbeitet.]
Wenn Sie dieses Interview sichten möchten, füllen Sie bitte unser Nutzungsformular aus: https://www.stiftung-berliner-mauer.de/de/form/interviewrecherche